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Neuigkeiten und Wissenswertes vom Glückstädter Hafen
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1927 - heute

1600 - 1650
- 1604 Fertigstellung der unter erheblichen Schwierigkeiten und hohem Kostenaufwand durchgeführten Arbeiten zur Modernisierung und Verstärkung der Festung Krempe. Sinn: Sicherung eines vom König nicht bekanntgegebenen Vorhabens im Bereich der Mündung des Rhins am Rande der Wildnisse gegen Angriffe von der Landseite, besonders durch die Hamburger.
- 1609 Einrichtung eines Schiffszimmerplatzes an der Stör vor Itzehoe und Bau des Orlogschiffes ,,Makellos", 48 Kanonen, 200 Mann Besatzung. Sinn: Zur Sicherung des weiterhin vom König geheimgehaltenen Vorhabens gegen Angriffe von der Elbe her werden für die gegebenen Verhältnisse speziell geeignete Kriegsschiffe gebraucht. Es ist am praktischsten, sie möglichst nahe am vorgesehenen Einsatzgebiet zu bauen. Das benötigte Bauholz haben die Ämter Segeberg und Rendsburg zu liefern. Es kann bequem auf der Stör transportiert werden.
- 1615, 12.3. bis Ende August Eindeichung der Wildnisse unter Leitung des Deichbaumeisters Eggert Speerforke.
- 1615, 9.12. Sturmflut reißt etwa ein Viertel des Neuendeiches wieder weg.
- 1616 Im Frühjahr/Sommer erneute Eindeichung der Wildnisse.
- 1616 "ist diese Stadt abgestochen", d.h. der Entwurf der Stadtanlage wurde ins Gelände übertragen. Es handelt sich um einen Plan nach dem Schema der "polygonalen Radialstadt" des Straßburger Festungsbaumeisters Daniel Specklin in seiner Weiterentwicklung durch den Festungsbaumeister Georg Ginther Kröl. Diesem Plan verdankt die Stadt Glückstadt ihre Anerkennung als Stadtdenkmal, denn als frühneuzeitliche polygonale Radialstadt ist sie einmalig im gesamten deutschen Sprachraum.

- 1617, 22.3. König Christian IV. unterschreibt die Gründungsurkunde. Er verleiht der Stadt den Namen Glückstadt (Legendärer Ausspruch im Hinblick auf die großen Schwierigkeiten: "Dat schall glücken un dat mutt glücken, un darum schall se ok Glückstadt heten!"), das Wappen mit der Glücksgöttin Fortuna und das Lübscbe Stadtrecht.
- 1619/20 Ausbau der Rhinmündung zum Hafen durch Eggert Speerforke. Sicherung der Einfahrt durch ein armiertes Blockhaus auf dem Kopf der Nordermole, das Speerforke "ut sien egen Büdel" bezahlt.
- Von 1619 an ruft Christian IV. Einwanderungswillige nach Glückstadt, besonders wegen ihres Glaubens verfolgte Reformierte aus den Niederlanden und Juden aus Portugal, und gewährt ihnen Glaubensfreiheit, Steuerfreiheit und Bürgerrechte.
- 1619, 1.11. Die neuerbaute Stadtkirche am Markt wird geweiht, die erste nach der Reformation als protestantische errichtete im Lande.
- 1620-1623 Bau der Festungswerke: Wall, Gräben, Bastionen, Ravelins usw.
- 1621 Das Marktfleth wird angelegt.
- 1623 Errichtung des Kremper Tors (heute Bahnübergang bei der Post).
- 1625, 1627,1628 Schwere Sturmfluten richten in der Stadt, an den Festungswerken und im Umland schlimme Schäden an.
- 1627/28 Erfolglose Belagerung der Festung Glückstadt durch Truppen Wallensteins (3Ojähriger Krieg).
- 1628 Christian IV. läßt von an Glückstadt vorbeisegelnden Schiffen Zoll erheben: Beginn jahrelanger Auseinandersetzungen mit Hamburg.
- 1629 Friede zu Lübeck: Christian IV. scheidet aus dem 30jährigen Krieg aus ("Den Krieg habe ich verloren, aber den Frieden gewonnen." - Ausspruch wegen der äußerst günstigen Bedingungen.)
- 1630 im März Überraschungsangriff der Hamburger auf den Glückstädter Hafen, Wegnahme des hier aufliegenden Geschwaders, daraufhin
- 1630 im Sept. mehrtägige Seeschlacht zwischen der aus der Ostsee angerückten dänischen und der Hamburger Kriegsflotte auf der Unterelbe von Otterndorf bis Stadersand, Eroberung des am Kirchturm angebrachten Ankers (angeblich vom Flaggschiff der Hamburger).
- 1631 Das königliche Schloß "Glücksburg" am Hafen fertiggestellt (Platz des heutigen Zollamts und der beiden Nachbarhäuser).
Das heutige Brockdorff-Palais Am Fleth 43 fertiggestellt als Sitz des Gouverneurs Graf Christian von Pentz, Patenkind und Schwiegersohn König Christians IV.
- 1632 Gründung der heute noch bestehenden Buchdruckerei Augustin, Am Fleth 36/37.
- 1634 Verheerende Sturmflut: "De tweete grote Manndränke" (Das zweite große Menschenertrinken), Wasser zehn Fuß hoch in der Marsch, Schiff von 130 Last auf dem Kirchplatz gestrandet.
- 1636 Das Kastell, ein Geschützturm auf der Südermole erbaut.
- 1641 Einrichtung eines Gießhauses zur Herstellung von bronzenen Kanonenrohren, Glocken, Gedenktafeln u.ä. Der Meister des Gießhauses (jetzt Buchdruckerei Rautenberg, Königstraße 42) Stückhauptmann Franciscus Ahasverus Roen aus den Niederlanden schuf hier das erste einheitliche Artilleriesystem Dänemarks (Stück = Geschütz).
- 1642 Bau des Rathauses.
- 1643 Sturmflut: "Glückstadt war mit Wellen bedeckt dem Untergange nahe, wenn nicht an der Süderelbe die Deiche gebrochen wären"
- 1643/44 Gouverneur Graf Christian Pentz stellt vier Bürgerkompanien auf: Beginn der Bürgerbewaffnung in Glückstadt.
- 1644/45 Erfolgreicher Kleinkrieg der Festungsbesatzung unter dem Kommando des Grafen Pentz von Glückstadt als Basis aus im Rücken der in Schleswig-Holstein eingefallenen Schweden.
- 1647 Abbruch des baufällig gewordenen Blockhauses auf der Nordermole.
- 1648, 28.2. König Christian IV. gestorben.
- 1648 Zwei Sturmfluten. Durch Orkan wird der hohe, spitze Kirchturm umgeworfen, auf das Kirchenschiff gestürzt und dadurch dies weitgehend zerstört.
- 1649 Glückstadt wird Landeshauptstadt bis 1867: König Friedrich III. legt die Regierungskanzlei und die Justizkanzlei hierher
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